meine erste therapiestunde hab ich vor zwei wochen erfolgreich abgesessen. erzählt von allem. zum hundertmillionsten mal wieder das gleiche thema durchgekaut. jeder schreibt mit, es hat immer jeder mitgeschrieben, irgendwo steht meine geschichte nun geschrieben und ich kann das nie mehr rückgängig machen. 'deine mutter hat mir erzählt es geht darum, dass du dich lange zeit selbstverletzt hast, was steckt da dahinter?' - 'ich wollte mich nie umbringen, nur systematisch kaputt machen, ein mensch für mich ganz alleine sein.' und ständig dieser stift der alles aufzeichnet. nach zwei stunden waren dann auch zwei zettel voll und mir wurde erteilt in den nächsten vier wochen jeden tag aufzuschreiben, was mich fröhlich gemacht hat und erstaunlicherweise fiel mir nur einmal nichts ein. oft ziehe ich mir diese glücksmomente nur aus den fingern. abends im bett 'hmmm was war heute schön? die sonne hat gescheint? ja, das schreib ich auf'.
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